ENETS 2026: Rückblick auf den Kongress in Krakau

März 2026

Der wissenschaftliche Kongress ENETS 2026, der den neuroendokrinen Tumoren gewidmet ist, fand kürzlich in Krakau statt und brachte Spezialistinnen und Spezialisten aus der ganzen Welt zusammen. James und Yannis vertraten dort die Victory NET Foundation sowie die Schweizer Patientinnen und Patienten.

Die Schweiz war besonders gut vertreten. Sie stellte unter anderem zwei Mitglieder im wissenschaftlichen Organisationskomitee: Pre Clarisse Dromain (CHUV) und Dre Ilaria Marinoni (Inselspital, Bern). Unter den 94 wissenschaftlichen Referierenden aus 58 Ländern nahmen mehrere Schweizer Fachpersonen an den Vorträgen teil, darunter Pre Clarisse Dromain, Dre Raphaël Durand (CHUV) und Dre Julia Fricke.

Während des Kongresses präsentierte Danielle Ralic zudem die Relevanz eines neuen Tools für den Bereich der NET. Wir werden in einem zukünftigen Beitrag näher auf diese Plattform und ihren Nutzen für Patientinnen und Patienten eingehen.

Im Jahr 2025 zählte der ENETS-Kongress 1’089 Teilnehmende. Vor der COVID-19-Pandemie lag die Zahl bei über 1’600 Teilnehmenden, was ihn zu einem der wichtigsten wissenschaftlichen Treffen im Bereich der NET macht.

Darüber hinaus war auch die weltweite Allianz INCA, die Patientenorganisationen im Bereich der NET vereint, vertreten. Eine Sitzung widmete sich der künstlichen Intelligenz und ihrer Rolle in der Forschung sowie in klinischen Behandlungen im Zusammenhang mit NET.

Aus dieser Session gingen zwei zentrale Botschaften hervor: Künstliche Intelligenz kann ein hilfreiches Instrument sein, um NET besser zu erklären und verständlicher zu machen, ist jedoch derzeit noch nicht ausreichend zuverlässig, um die wissenschaftliche Forschung zu unterstützen oder Therapieentscheidungen zu leiten. Zum jetzigen Zeitpunkt bleiben Ärztinnen, Ärzte und medizinische Fachpersonen die zuverlässigsten Informationsquellen für Patientinnen und Patienten.